29. August 2015

DIY: Flexibles Regal aus Baumarktkisten

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich liebe Baumärkte über alles. Andere Menschen gehen gerne in Boutiquen, ich bevorzuge den Baumarkt. Ich finde es auch toll, dass der Baumarkt inzwischen keine reine Männerdomäne mehr ist, sondern sich immer mehr Frauen in Baumärkten tummeln. Für mich sind Baumärkte Inspirationsquellen pur. Seid ihr auch Baumarkt-Freaks?

So stöberte ich vor kurzem wieder mal im Baumarkt und blieb vor meinen heißgeliebten Allzweckkisten aus Holz hängen. Ich finde diese Holzkisten superpraktisch, da man sie vielseitig gestalten kann und unheimlich viel reinpasst. Ich arbeite eigentlich nur noch mit Holzkisten, um mein ganzes Material wie Werkzeuge, Klebstoff, Scheren, Papiere, Stoffe und vieles mehr hübsch zu verstauen. Ich bin und bleibe einfach kein besonders großer Fan von Plastikboxen. Was bevorzugt ihr?

Und so wanderten auch diesmal wieder ein paar dieser praktischen Holzkisten in meinen Einkaufswagen. Wie ich so durch die Gänge spazierte, überlegte ich mir, was ich nun mit diesen Kisten anfangen könnte und kam auf die Idee, mir einfach ein praktisches und gleichzeitig flexibles Regal zu bauen.


Also noch schnell etwas Holzlasur in Nussbaum, Tapetenkleister und Holzleim eingepackt und nach Hause gedüst.

Was ich jetzt noch brauchte waren ein paar hübsche Stoffe, da ich die Rückwand (also quasi den Boden der Kiste) mit Stoff bekleben wollte. In meinem Stoff-Fundus habe ich dann diesen hübschen Retrostoff von Coats gefunden. Um meinem Regal den letzten Schliff zu geben, beschloss ich die Kisten innen mit Kreidefarbe zu grundieren.

Folgende Materialien benötigt ihr für dieses DIY:

Und so wird's gemacht:

Grundiert zunächst die Kistenaußenseite mit Holzlasur und lasst das ganze gut trocknen. Streicht hierbei die Lasur immer in Richtung der Holzmaserung auf, dann bekommt ihr das schönste Ergebnis.

Dann streicht die Kisteninnenseite mit Kreidefarbe an. Den Boden braucht ihr hierbei nicht mit zu streichen, hier wird ja später der Stoff aufgeklebt. Während die Kreidefarbe trocknet, könnt ihr das Kleister-Leim-Gemisch anrühren. Rührt hierfür ca. 2 g Tapetenkleister mit ca. 100 ml Wasser an (gut durchrühren, damit es keine Klumpen bildet) und lasst es kurz ziehen. Anschließend kommt der Holzleim dazu. Ich mische hier ungefähr 2-3 EL in den Kleister hinein. Alles gut durchrühren und fertig ist die Kleister-Leim-Mischung. Reste lassen sich übrigens super in einem alten Marmeladeglas aufbewahren und zum Beispiel als Servietten- oder Decoupagekleber verwenden.

Wenn die Kreidefarbe gut getrocknet ist, dann messt den Boden euer Kiste aus und schneidet den Baumwollstoff entsprechend zu. Legt den Stoff auf eine Unterlage (z.B. Plastikfolie) und kleistert diesen gut mit der Kleister-Leim-Mischung ein. Legt den Stoff in die Kiste und streicht ihn mit dem Pinsel und den Fingern glatt. Das ganze gut trocknen lassen. Falls sich doch ein paar Wellen nach dem Trocknen gebildet haben, könnt ihr den Stoff einfach noch mal mit der Kleister-Leim-Mischung bestreichen und mit den Fingern von innen nach außen hin, die Wellen und Luftbläschen rausstreichen.

Und dann müsst ihr euch nur noch überlegen, wie viele Kisten ihr für euer Regal verwenden wollt und wie ihr die Kisten anordnet. Und schon habt ihr ein neues, dekoratives und praktisches Regal für eure Wohnung.


Verwendet das Regal zum Beispiel für eure Näh- oder Bastelutensilien, die ihr hier dekorativ verstauen könnt.


Oder wie wäre es mit einem praktischen Regal für die Küche?



Oder um eure Werkzeuge immer griffbereit zu haben, sind diese Kistenregale auch immer sehr praktisch.



Viel Spaß beim Nachmachen, eure


25. August 2015

And the Winner is...Herzlichen Glückwunsch

Vielen lieben Dank an die zahlreichen Teilnehmerinnen (140!!!) meiner Buchverlosung. Es haben tatsächlich (soweit ich das erkennen konnte) keine Männer teilgenommen...selbst Schuld!


So und jetzt Trommelwirbel, Konfetti, Wunderkerzen...die Gewinnerin ist:

Nadine Loe


Herzlichen Glückwunsch, liebe Nadine!!!

Du wurdest vom Random Number Generator gezogen und deine Glückszahl lautet übrigens 14 (also falls du dein Glück auch beim Lotto versuchen möchtest, dann solltest du die 14 unbedingt mit ankreuzen).

Liebe Nadine, bitte schicke mir deine Adresse an die das Buch geschickt werden soll per Mail zu: Kontakt@patricia-morgenthaler.de

Für diejenigen die nicht gewonnen haben, bitte nicht traurig sein. Ich stelle euch demnächst wieder ein tolles Buch vor, dass dann auch verlost wird...seid also gespannt!

Viele liebe Grüße, eure

18. August 2015

DIY: Tonuntersetzer im Vintage-Stil

Ja, ich gebe es zu ich bin eine Fetischistin in Bezug auf alles was mit hübschen Ornamenten verziert ist und irgendwie alt ist (oder zumindest so ausschaut).

Auf die Idee meines heutigen DIY's hat mich ein alter Steinstempel aus Indien gebracht. Ich glaube er diente seinerzeit als Brotstempel. Aber sicher kann ich es nicht sagen...falls es jemand von euch genauer weiß, dann seid bitte gerne Klugscheißer und klärt mich auf.


Ursprünglich war das gute Stück auch mal schwarz, bis ich eines Tages der Meinung war, ich könnte den Stempel ja mal etwas saubermachen, da er ein bisschen eingestaubt war. Und nun sieht er so aus, nicht minder hübsch, aber halt nicht mehr schwarz (dafür aber staubfrei). 

Nicht das ihr jetzt meint, ich wäre super putzwütig, nein, nein, nur manchmal überkommt es mich. Aber das passiert eher selten und wenn dann auch nur gaaanz kurz, so für 10 Minuten oder so. Es reicht oft nur so lange, bis ich Schränke ausgeräumt habe, weil ich sie innen mal auszuwischen möchte und dann schwups, habe ich eigentlich auch schon keine Lust mehr zum Saubermachen und dann steht der ganze Kram aus den Schränken so blöd rum und keiner will es freiwillig wieder einräumen, geschweige denn die Schränke innen auswischen...was sehr ärgerlich ist, aber wie gesagt, es überkommt mich nur sehr selten. Manchmal dauert es Tage, bis ich mich aufraffen kann, den Kram wieder in die Schränke zu räumen (natürlich ohne vorher auszuwischen). 
Wie lange hält bei euch denn so ein Putzfimmel an? Oder gehört ihr zu den beneidenswerten Menschen, die solche Aktionen ohne mit der Wimper zu zucken durchziehen?

Huch, ich schweife ja völlig vom Thema ab. Also, auf jeden Fall habe ich noch einen großen Block lufttrocknenden Ton in meinen Schränken gefunden (ja, ihr ahnt es schon, nach einer Schrank-Ausräum-Aktion) und mir gedacht, das ich daraus einfach mal ein paar hübsche Vintage-Untersetzer zaubern könnte. Gesagt, getan...

Und das ist nun draus geworden...




Alles war ihr dafür braucht:
Und schon kann es losgehen:


Zunächst rollen wir den Ton gleichmäßig hoch aus. Hierfür ist es hilfreich rechts und links ein Hölzchen hinzulegen und den Ton dazwischen auszurollen. Meine Untersetzer werden 1 cm hoch. 


Nun kommen wir zum Muster. Ihr könnt dafür einfach ein Spitzendeckchen aufdrücken oder vielleicht findet ihr bei euch eine hübsche Schablone oder einen Stempel. Hiermit lassen sich auch tolle Muster in den Ton drücken. Und falls es euch doch nicht gefällt, dann könnt ihr den Ton einfach neu ausrollen und weitere Mustervarianten ausprobieren.


Meine Untersetzer sollten eine kleine Kuhle bekommen, die ich ganz einfach mit einem Becher in den Ton gedrückt habe.


Schneidet mit einem Cutter oder scharfen Messer euren Tonkreis aus. Entweder frei Hand oder ihr findet ein rundes Gefäß in passender Größe, das ihr einfach auflegt und um das Gefäß herum den Ton ausschneidet. Entfernt den überschüssigen Ton (und rollt ihn erneut für weitere Untersetzer aus).


Lasst den Ton gut durchtrocknen. Das dauert je nach Dicke ca. 1-3 Tage (bei mir hat es gut 2 Tage gedauert). Dann könnt ihr den Ton nach euren Wünschen bemalen. Ich wollte ja einen schönen Vintage-Look und so habe ich die Tonscheibe zunächst in schwarz grundiert. Damit das ganze schön matt wird, verwendet ich hierfür gerne Kreidefarbe.


Ist die erste Farbschicht getrocknet, tupfe ich mit einem Schwamm mintgrüne Kreidefarbe vorsichtig auf die erhabenen Stellen auf. Somit holt ihr das Muster schön hervor und das ganze schaut somit hübsch alt aus. Ich fand den Farbton hierfür einfach perfekt.


Damit das ganze gut auf eurem Ton hält und ihr ihn auch mal feucht abwischen könnt, solltet ihr die Kreidefarbe mit einem Klarlack oder wie in meinem Fall mit etwas Cremewachs fixieren.

Und fertig ist der Vintage-Untersetzer...ich finde sie wunderschön und werde sicherlich noch mit weiteren Mustern experimentieren.





Falls ihr das ganze noch mal live und in Farbe mit den eigenen Augen sehen wollt, dann schaut euch doch einfach mein Video zu diesem DIY an:



Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und ihr wisst ja, ich freue mich immer über eure Fotos entweder per Mail oder einfach auf meiner Facebook-Seite posten.

Ich werde jetzt vielleicht doch mal schnell den ausgeräumten Schrank feucht durchwischen...mmh, naja ich schau mal...morgen ist ja auch noch ein Tag...

Liebe Grüße eure













12. August 2015

Handmade Kultur - DIY-Magazin

Bisher kannte ich nur die Webseite von Handmade Kultur und war natürlich neugierig, was sich wohl alles in der Zeitschrift spannendes finden lässt.

Zunächst mal ein paar Eckdaten zur Zeitschrift. Das Magazin kostet 6,90 EUR und erscheint alle 3 Monate. Für den Preis bekommt man 98 Seiten liebevoll gestaltete Ideen und Inspirationen.


Optisch und haptisch gefällt mir das Magazin sehr gut. Es bietet viele abwechslungsreiche Themen die über das Thema Do it yourself hinausreichen. Es werden u.a. kreative Ausbildungsberufe vorgestellt, alte Techniken gezeigt, Blogger porträtiert, Bücher besprochen, Termine für Märkte, Messen und Ausstellungen genannt und vieles mehr.


Viele der gezeigten Anleitungen stammen von verschiedenen Bloggerinnen, die gleichzeitig mit ihrem Blog vorgestellt werden. Was ich eine klasse Idee finde, da ich mich dann auf dem entsprechenden Blog weiter nach schönen DIY's umschauen kann.


Die einzelnen DIY-Projekte sind in verschiedene Schwierigkeitsstufen eingeteilt und mit dem jeweiligen Zeitaufwand gekennzeichnet. So weiß man schon vorab, was auf einen zukommt. Es ist auch für jeden etwas dabei. Es wird gehäkelt, gestrickt, genäht, gebaut und gebastelt was das Zeug hält. Die jeweiligen Schnittmuster sind in Originalgröße auch gleich mit dabei, so erspart man sich mühevolles hochkopieren.



Mein Fazit:
Für ein Magazin bietet das Heft ziemlich viel Inhalt (incl. Schnittmuster), so dass ich den Preis absolut gerechtfertigt finde. Abwechslungsreiche und schön geschriebene Berichte und Reportagen komplementieren das Magazin und machen es insgesamt zu einer runden Sache.

Kennt ihr das Magazin bereits und was haltet ihr davon? Ich bin gespannt auf eure Meinung.

Liebe Grüße, eure





11. August 2015

DIY: Shabby Chic Blumentopf (Aus Neu macht Alt)

Ich wurde vor einiger Zeit mal gefragt, was man mit alten, unansehnlichen Blumentöpfen denn noch anstellen könnte, außer sie in die Tonne zu klopfen. Als alte Shabby Chic-Häsin machen wir daraus natürlich einen hübschen Shabby Chic Blumentopf, ist doch klar ;-)


Ist auch nicht sonderlich schwer und ein bisschen darf man wieder Kind sein und nach Herzenslust matschen...herrlich, ich kann es euch nur wärmstens empfehlen...ist schon fast ein bisschen Therapie ;-)


Und das braucht ihr für dieses DIY:


  • Kreidefarbe oder Acrylfarbe in Braun, Beige, Weiß und Schwarz
  • Vogelsand
  • Einen Pinsel mit groben Borsten, z.B. Stupfpinsel
  • und natürlich einen Blumentopf eurer Wahl
Und so wird's gemacht:

Mischt euch zunächst eine Strukturpaste aus 1 Teil Vogelsand und 1 Teil weißer Acrylfarbe (oder Wandfarbe) an. Die Konsistenz sollte quarkähnlich sein (schön cremig).
Dann beginnt auch schon der spassige Teil, ihr dürft Matschen was das Zeug hält und mit dem Pinsel die Strukturpaste völlig unkontrolliert und ungleichmäßig auf dem Blumentopf verteilen. Lasst ruhig mal ein paar Stellen frei, an anderen Stellen trägt etwas mehr auf, dann bekommt ihr ein natürliches Ergebnis.

Wenn eure Strukturpaste getrocknet ist (dauert je nach Dicke des Auftrags ein paar Stunden...genießt die Sonne derweil oder lest ein gutes Buch) dann könnt ihr die Farbschichten auftragen. Fangt am besten mit dem dunkleren Braun an und arbeitet euch langsam zu den hellen Farbtönen durch. Auch hier gilt die Devise, ungleichmäßig sieht am schönsten aus. Nehmt nicht zu viel Farbe auf dem Pinsel auf und stupft ihn auf einem Stück Pappe etwas auf, bevor ihr auf dem Blumentopf die Farbe auftragt. Die unterschiedlichen Farben werden in der Nass in Nass-Technik aufgetragen, damit die Übergänge schön werden. Zum Schluss noch etwas schwarz und weiß auftupfen und fertig ist euer "neuer" Blumentopf.

Schaut euch auch gerne noch mein Video zum Blumentopf (auf's Bild klicken) an, da seht ihr, wie es geht:






Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Video und beim Nachmachen,

liebe Grüße, eure