9. März 2015

DIY: Upcycling Stuhlgarderobe

Gehört ihr auch zu den Leuten, die einfach nix wegwerfen können? Man könnte es ja noch irgendwann zu irgendetwas gebrauchen.

Und so stapeln sich Marmeladegläser, irgendwelche ominöse Plastikbehälter, alte Kästchen und Schubladen, Porzellan mit angeschlagenen Ecken und diverser sonstiger Kram in meinem Atelier. Wer weiß wofür es noch gut ist.

Die Plastikbehälter aller Art und Größen brauche ich unbedingt zum Gießen von Beton. Ganz klar, die kann ich jetzt nicht einfach so wegwerfen, das seht ihr doch sicherlich ein, oder? Da fällt mir ein, ich habe ja auch noch einen 25 kg-Sack mit feinsten Beton hier rumstehen. Mit dem Beton möchte ich unbedingt ein bestimmtes Projekt umsetzen. Jetzt fehlt mir leider nur noch das passende Plastikgefäß, sonst hätte ich das ja schon längst erledigt, ganz klar ;-)


Marmeladegläser zum Aufbewahrung von Knöpfen, Gummibändern, Schrauben, Nägel und was sonst noch so für Kleinkram sicher verstaut werden will. Leider besitze ich gar nicht so viele Schrauben, Nägel, Gummibänder, Knöpfe um all diese Gläser zu befüllen. Aber deswegen wegwerfen?...nee, nee das kommt ja gar nicht in die Tüte!


Und mit dem ganzen alten Porzellan werde ich irgendwann einmal ein hübsches Mosaik zusammenpuzzeln. Und all meine wunderschönen alten Kästchen, an denen ich bei diversen Flohmarktbesuchen einfach nicht vorbei gehen konnte, werden eines Tages in neuem Glanz erstrahlen. Soweit mein Plan...


Aber manchmal schaffe ich es dann doch und lege Hand an, an diverse Flohmarktschätzchen und hauche ihnen ein neues Leben ein.

So erging es auch einem ehemaligen alten Stuhl. Jahrelang stand er bei mir im Keller, hatte seine besten Zeiten schon längst hinter sich und wartete nur darauf, wachgeküsst zu werden. Also griff ich beherzt zu Säge, Pinsel und Farbe und los ging's auch schon.


Ich habe die Sitzfläche ca. 15 cm von der Stuhllehne entfernt durchgesägt. Ging mit meiner Japansäge ratzfatz. Die beiden hinteren Stuhlbeine habe ich auch nicht mehr gebraucht und sie deshalb kurzerhand ungefähr 10 cm unter der Sitzfläche abgesägt.


Die ganzen Schnittkanten wurden dann noch hübsch glatt geschliffen und dann konnte ich schon mit dem Streichen beginnen.


Ich habe mich für ein wunderschönes peppiges Rot in Seidenmatt entschieden. Manchmal braucht es einfach mal 'ne kräftige Farbe, obwohl ich ja sonst gerne mit Pastell- und Weißtönen arbeite. Dies kann sich aber schon nächste Woche wieder ändern und es kann passieren, dass meine Garderobe dann in Weiß oder Mint umgestrichen wird. Ich bin da flexibel und sehr spontan.


Ich muss nicht erwähnen, dass das ganze nicht einfach so ordentlich und gleichmäßig gestrichen bleiben konnte. Hier musste ich noch mit Schleifpapier ran um den typischen Shabby Chic Look zu zaubern. Besonders an den Ecken und Kanten schleife ich dann immer die Farbe wieder etwas ab, bis das darunterliegende Holz wieder zum Vorschein kommt.


Um meine neue Garderobe aufhängen zu können, habe ich auch der Rückseite noch zwei Metallwinkel angeschraubt. Fertig ist die Laube bzw. die Garderobe :-)


Mal schauen, was ich mir als nächstes vornehme...genug Material findet sich ja noch in meinem Atelier ;-)

Liebe Grüße

eure









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